Zum Erzählen geboren...

 

Nina M. Korn hat bereits seit frühester Jugend leidenschaftlich gern Geschichten erzählt.  Das ist auch nicht weiter verwunderlich, kommt sie doch aus einer Familie, in der jeder etwas zu sagen - und zu erzählen hatte. Geschichten, Märchen, Gelesenes oder Erlebtes wurde und wird so wiedergegeben, dass die Zuhörenden glauben, dabei gewesen zu sein.

Freies Erzählen schult das Gedächtnis, vergrößert erstaunlich den eigenen Wortschatz, schult das Reaktionsvermögen, fördert die Kommunikation ...

Nina M. Korn gehört zu Deutschlands vielseitigsten und bekanntesten Erzählerinnen. Sie erzählt für Kinder und Erwachsene seit 45 Jahren  Märchen und Geschichten, Sagen und Mythen aus aller Welt. Im Juni 2004 feiert Nina M. Korn dieses besondere Jubiläum genau an dem Ort, wo sie im Juni 1959 anlässlich des Internationalen Kindertages zum ersten Mal vor einem großen Publikum aufgetreten ist, und zwar im PALAIS am Festungsgraben

Nina Madlens 1. öffentlicher Auftritt 

Zu damaliger Zeit beherbergte es das Berliner Zentrale Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Die Geschichtenerzählerin trat dort bis 1989 regelmäßig vorwiegend für Kinder auf. Seit 1999 kann man sie mehrmals monatlich in der Tadshikischen Teestube, einem gastronomischen Juwel Berlins, mit Geschichten aus dem Morgenland erleben.

 

    

 

Außerhalb ihrer Arbeit als Dramaturgin erlebten vor allem Kinder aus Kindergärten und Schulen Berlins und des Berliner Umlandes sie Woche für Woche als Erzählerin spannender und zumeist unbekannter Geschichten und Märchen.

Als sie 1989 den Rundfunk verließ, trat  Nina M. Korn nicht mehr nur 1x wöchentlich  auf. Der neuen „Berufung“ mit Haut und Haar verschrieben, erzählte sie nun für „Jung und Alt“ und zu unterschiedlichsten Anlässen: bei Straßen -und Kiezfesten, Hochzeiten, Jubiläen, Festen und Feierlichkeiten. Es ist sicher kein uninteressanter Aspekt, dass die Erzählerin inzwischen bereits Zuhörer in der 3. Generation  aufzuweisen hat.

Heutzutage überzeugen vom Können eines Künstlers ja vor allem Verkaufszahlen und Hit-Listen. Ist eine so intime Kunst wie das Erzählen in Zahlen überhaupt darstellbar? Nun, wenigstens die ungefähre Zuhörerzahl von Nina M. Korn seit 1959 wurde von Freunden der Künstlerin anlässlich ihres 65.  Geburtstages per Hochrechnung ermittelt:  

* Von 1959 –  89 wenigstens eine Veranstaltung pro Woche vor etwa  50 Kindern
* seit 1990 – 04 mindestens 2 wöchentliche Veranstaltungen mit ca. 100 Kindern
* seit 1991 ungezählte Abende für Erwachsene.  
* seit 1990 mindestens 6 - 8 x pro Jahr Kiez-, Straßen –und Stadtteilfeste in Berlin; und Umgebung  mit jeweils etwa 50- 80 Zuhörern 
* Anfangs wöchentlich - später 2 x monatlich - erreichte Nina Madlen Korn mit ihren  "märchenhaften Teestunden" in der Tadshikischen Teestube seit 1999 ca. 25 Zuhörer pro Veranstaltung
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Zu ihrer Veranstaltungsreihe „Märchen im Museum“ , die 2003 viele Monate lang in der Islamischen Abteilung des Pergamonmuseums stattfand, kamen 1x wöchentlich  jeweils bis zu 75 Schüler, Lehrer und Erzieher.  

Allein bei dieser „Hochrechnung“, die Zuhörerzahl der alljährlich ungezählten Weihnachtsfeiern wurde dabei nicht einmal berücksichtigt, kam man auf mindestens 175. 000 Menschen, die im Laufe von 50  Jahren Nina Madlen Korn als professionelle und repertoirestarke Erzählerin erlebt haben.   

Über das eigene Erzählen hinaus widmete sie sich in den letzten Jahren in zahlreichen Lehrgängen, Volkshochschulseminaren und Workshops all’ jenen, die sich in der Kunst des Freien Erzählens weiterbilden wollten. 

Seit ca. 10 Jahren treten daher - nicht nur bei den BERLINER MÄRCHENTAGEN, wo sie natürlich von Anfang an selbst mitwirkte, regelmäßig junge und ältere Erzähler und Erzählerinnen auf, die von Nina M. Korn zu dieser Kunst inspiriert und befähigt wurden.  

Liebeserklärung

Ohne Zweifel ist das MÄRCHEN die große Liebe meines Lebens! Märchen waren

immer bei mir: in vielen dunklen, einsamen Stunden meiner Kindheit; in den

glücklichen, heiteren Tagen in meinem Elternhaus: Sie haben mich nie verlassen, nicht einmal in den Jugendjahren, da man doch - mit den Kinderschuhen auch die ersten Leseerlebnisse abstreift und verdrängen will. Märchen haben mich lachen und weinen lassen, mich niemals enttäuscht, oft überrascht, in atemlose Spannung versetzt. Vor allem zum Nachdenken gebracht: Über Ungerechtigkeit, Bosheit, Habgier und Mißgunst, zu denen Menschen fähig sind. Sie haben mich darin bestärkt, zuversichtlich zu sein, nicht darauf zu warten, daß das Glück sich von selbst einstellt! Keine Lektüre konnte mir so überzeugend vermitteln, daß märchenhafte Belohnung nur dem zuteil wird, der das Leben beherzt anpackt, tätig ist, freundlich und hilfsbereit; auch daß Klugheit und Witz wertvoller sind als Gold. Schließlich haben mich besonders die Erzählungen meines Lieblingsdichters Andersen auf die schmerzlichste Lebenserfahrung vorbereitet: Daß Liebe nämlich nicht immer erwidert wird und glücklich endet. Goldrichtig sind die Worte eines guten alten Freundes, der vor Jahren formulierte: MÄRCHEN machen MUT!

Ich setze hinzu: Sie machen auch glücklich - und den Sinn meines Lebens aus.

F

 

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