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Ich bin im Februar 1962 geboren, im Zeichen des Wassermanns. In meiner Geburtsnacht stürmte, donnerte und regnete es gewaltig - genau das richtige Wetter für mich, hab ich wohl gedacht und ließ mich in einer fröhlichen, lauten und phantasiebegabten Familie nieder.
In
meiner Kindheit - so erinnere ich mich noch gut, gab es viele herzliche
Menschen, die viel Zeit für mich hatten und wann
immer ich wollte, lasen mir meine Eltern, meine
Großeltern spannende Märchen und Geschichten
vor. Vor allem aber konnte jeder in dieser Familie wunderbar
erzählen. Ob es Geschichten aus dem Alltag waren oder
selbsterfundene Schnurren, Märchen aus den entferntesten Weltgegenden - mit
großer Wärme und unbezwingbarer Lust an der
Sprache und ihrer nuancenreichen mündlichen
Wiedergabe - diese Erzählungen entführten
mich in eine Welt des Zauberhaften, in ein phantastisches
Reich, in die Welt der Bücher und das
Land
der Sprache.
Die
Liebe zum Leben und die Sehnsucht nach immer neuen
Büchern und Geschichten wurden vor allem bei meiner
Großmutter Ilse Korn geweckt
und gestillt, denn meine liebe
Möhme besaß einen
gewaltigen Schatz an Büchern, und wenn der noch nicht
ausreichte, fand ich in den hohen
Bücherregalen zuhaus bei meinen Eltern genug
Lesestoff für ein ganzes Leben.
Aber gerade das Erzählen war es, das ich von ihr und meiner
Mutter Nina Madlen Korn
lernte.
Katja Popow und Nina
Korn
während eines gemeinsamen Erzählabends im Juxcircus
Schöneberg
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